Sebastian Oschatz, MESO Digital Interiors GmbH

Markenführung ist die industrielle Produktion von Vertrauen. Die digitale Aufmerksamkeitsökonomie macht den Benutzer zum Benutzten, das Erlebnis zum Normalfall und das Verständnis zum optionalen Privatprojekt. Vertrauen wird zur Simulation von Vertrauen. In der digitalen Aufmerksamkeitsökonomie wird nachhaltiger Markenführung Stück für Stück die Grundlage entzogen. Klar: Die immer vielfältigeren Möglichkeiten, die immer neuen Geräten, Plattformen und Interfaces bieten genug Anlässe, das Problem zu vertagen auch wenn das Fundament bröckelt. Der Blick zurück in die Utopien der Technik und Mechanismen der Interaktionsgestaltung gibt ein erstaunlich klares Bild: Wir werden uns entscheiden müssen: Marke oder UX? Wahrheit oder Pflicht? Oder die Disruption aktiv gestalten?

Referent

Sebastian Oschatz

Geschäftsführer, MESO Digital Interiors GmbH

Sebastian Oschatz studierte Informatik an der TU Darmstadt. Sein Weg führte von elektronischer Musik hin zu Musikvideos und interaktiven Klanginstallationen zur Gründung der Firma MESO Digital Interiors. Er entwickelte die graphische Programmiersprache vvvv die zu einem weltweit genutzten Werkzeug für interaktive Inszenierungen geworden ist. Seit 2008 ist er im Vorstand des Node e.V., der das halbjährliche Festival für digitale Kultur durchführt.

Sebastian Oschatz entwickelt bei MESO seit über 20 Jahren digitale Rauminszenierungen für internationale Marken u.a. für BMW, Hyundai, Opel, Siemens Hausgeräte, KUKA, Fraport und BASF, sowie digitale Exponate für Ausstellungen und Museen, etwa für die Klassikstiftung Weimar, die Senckenberg Gesellschaft und die Gedenkstätte Anne Frank.

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